a writer’s ambition

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Dieses Bild habe ich gerade in mehreren Blogs gefunden – geistert gerade durch das Internet wie eine Coli-bakterie durch das Freibad. Was ich daran nicht verstehe ist der Wunsch, alles als Krieg, Gewalt oder sonstige Form der Aggrersivität zu deuten. Der Film „Jarhead“ aus dem ein Teil des Zitates stammt („This is my gun. There are many like it, but this one is mine“) war jetzt auch nicht so toll, das man es in diesen Bereich ziehen muß. Ich verstehs einfach nicht. Die Verantwortung des Veröffentlichenden verstehe ich, die Macht der Presse ist für mich nachvollziehbar. Mal ehrlich: Eine Schreibmaschine ist nur eine Waffe, wenn man auf einem Balkon steht und sie fallen läßt. Und da kann man nicht gerade von „Chirugischer Präzision“ sprechen (OK, das kann man bei den sogenannten „intelligenten Waffen“ auch nicht….) aber der Wunsch, den Ausdruck oder die Veröffentlichung als Waffe zu verstehen ist mir unverständlich. Texte töten niemanden.

Aber deswegen das Schreiben als Krieg zu bezeichnen? Haben wir nicht genug Krieg, das wir das jetzt auch noch als Solchen Bezeichnen müssen?

„The War on Terrorism“ – Bush gibt damit nur zu, das seine Politik sein Land zum Ziel der Unterdrückten macht.
„The war on Drugs“ – Hihi. Leute, raucht einen Dicken Joint, und überlegt euch, ob ihr WIRKLICH wollt, das eure Wähler sich nicht mehr mit Drogen aus der Welt, die IHR erschafft und führt, flüchten?
„Der Krieg der Kulturen“ – Bilderstürmer ahoi! wegen ein Paar Karikaturen – Gewalt sucht sich ein Ventil. Wenn sie nicht auf ihre Frauen, ihre Kinder oder ihre Nachbarn einschlagen, dann halt auf ein paar (ehrlich gesagt recht fade) Karikaturisten und eine drittklassige Zeitung.

Und das sind nur die als so bezeichneten Kriege. Von den Polizeiaktionen, Befreiungskämpfen, bewaffneten Konflikten und ausserparlamentarischen politischen Bewegungen will ich jetzt mal garnicht anfangen…..

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