pressekodex

faszinierend, das, wenn wir schon einen kodex haben, der relativ gut ist, aber einfach viel zu neutral und auf objektivit�t ausgerichtet. und jetzt wird diskutiert, ob denn r�gen des presserates gerechtfertigt waren, oder nicht. und wenn man sich diese angst (!) vor der subjektivit�t ankuckt, dann wundert man sich nicht, das viele kleiner zeitungen so fad sind.

diskussion ob man f�r organisierte verbrechen „mafia“ nennen darf. naja. wenn es aussieht wie eine ente, wenn es quackt wie eine ente, wenn es riecht wie eine ente, dann ist es wahrscheinlich eine ente.

und diese political correctness, die frage ob man extreme meinungen auch darstellen kann, ob man auch urteilen kann und mu� – das fehlt mir gerade irgendwie. es wird meiner meinung nach zeit, das sich die presse, als viertes bein der demokratie den anderen drei beinen anpasst – nach vulg�ren beleidigungen im bundesrat, medienkanzlern und guido-moblien, richtern mit tourette, wieso dann nicht eine zeitung, die mehr als fakten enth�lt?

warum wollen wir nicht ein bisschen polemisch sein? und indiskret? und vielleicht mal nicht nur darauf bedacht sein, auf keinem fall jemandem auf die zehen zu treten? nur damit es spannend bleibt. w�re doch auch sch�n, oder?

bitte? nur ein bisschen?

Beispiel von http://www.presserat.de/Fallbeispiel.61.0.html

Unbegr�ndete Beschwerde:

Fahndung nach einem M�rder : Ein italienischer Gesch�ftsmann, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt und italienische Haushaltsprodukte vertreibt, wird vor seiner Haust�r erschossen. Die Zeitungen am Ort berichten in Wort und Bild �ber den Vorfall. Eines der Bl�tter beschreibt den Tatort, zeigt das Haus und nennt den Namen des Opfers. F�r Verbindungen zu Mafia-F�llen in der Stadt gebe es bisher keine Hinweise, wird berichtet. „Wir schlie�en es aber nicht aus“, zitiert die Zeitung den Leiter der Sonderkommission der Polizei. Die Angeh�rigen des Erschossenen beanstanden in einer Beschwerde beim Deutschen Presserat Namensnennung und Adressenangabe. Zudem sei die Er�rterung m�glicher Mafia-Verbindungen ehrverletzend, diskriminierend und pr�judizierend. Die Chefredaktion des Blattes erkl�rt, Name und Adresse des Opfers seien von Polizei und Staatsanwaltschaft aus Fahndungsgr�nden bewusst der gesamten Presse in der Region bekanntgegeben worden. Auf Nachfrage der Redaktion habe die Polizei mitgeteilt, dass nach ihrer Einsch�tzung die T�tersuche Vorrang vor den Interessen der Familie habe. (1997)

Comments are Disabled