Auf dem Pott. (Teil 2) – Die getaufte Maus im Gespräch

So, und da war ich nun, in Essen. Und frohen Mutes, weil man ja mit dem „TomTom“ vom Lügenden Bayern überall hin kommt. Dann schaut man sich die geplante Route an, und folgt dieser mit der Bahn, um kurz danach durch die malerische Mathildenhöhe zu wandern.
Ja, so stelle ich mir den Ruhrpott im besten Falle vor: Alte Häuser (Gründerzeit, Gewerkschaftsrevolution, so in der Art) und Alte Bäume, ein Perfekter Ort für die Redaktion, in der ich mich rumtreiben will.
Bloß: wo denn nun?

Schlaue Planung, ich habe noch anderthalb Stunden, und das TomTom sagt mir, das es nur noch 450m sind.
Da erschreckt mich auch der Regen nicht, und ein Kaffee und ein bisschen Lokales Back-Gut kann auch nicht schaden 😉

Kurze Zeit später: Die letzte Etappe. Im Strömenden Regen, ohne Schirm. Wie ich dann vor der Redaktion steh, sehe ich aus wie eine getaufte Maus, oder, wer diesen Ausdruck nicht kennt, wie nach dem Wet-TShirt-Contest, oder wie der Depp, der dachte, das er es mit der LIane über den Fluß schafft.

OK, die Details des Vorstellungsgesprächs beschreibe ich irgendwann anders, aber zumindest kann ich sagen: Ich hab den Praktikumsplatz!

Aus diesem Grund wandere ich mich einem leicht euphorisch-debilen Grinsen aus der Redaktion . Und schaue mir auf dem Rückweg, den ich zwar größtenteils mit den öffentlichen bestreite, aber eben auch teilweise zu Fuß, Essen an. Und so sympathisch mir die Stadt auch ist, in diesem Momentanen Zustand, ist Babs doch das hübscheste Was sie hervorgebracht hat.

Ja, die Geheimnisse werden gelüftet: Die Blutlinie meiner besten Freundin entspringt nicht im Allgäu, sondern in Essen! Nun gut, der heilsame Einfluss des Allgäus ist da schon wesentlich, und wenn man es nicht weiß, dann merkt man es auch nicht… aber trotzdem..

Noch nen Kaffee am HBF in Essen, und die Dame hinter der Theke legt mir eine so genannten „Carrott Cake“ neben den Kaffee – finde ich freundlich, und dann probiere ich das Teil doch mal – die alte Erziehungsmaßnahme meiner Eltern, mir nicht alles in den Mund zu stecken , hat noch nicht gegriffen (und manchmal bereue ich das – insbesondere bei Sanitär- und Elektro-installationen, aber damit muss man halt leben….) und wenn in diesem Carrott Cake auch nur eine Karotte drin war, dann.

Und ich weiß wie Karotten schmecken, immerhin bin ich der Erfinder der legendären Karotten-Austern-Pastete (Karotten das man besser sieht. Austern, damit es etwas zu sehen gibt )

Und jetzt ab nach Münster, Schelly treffen!


Der Pott-cast:
Auf dem Pott. (Teil 1) – Die Ochsentour
Auf dem Pott (Teil 2) – Die getaufe Maus im Gespräch
Auf dem Pott. (Teil 3) – Münz – Star.
Auf dem Pott (Teil 4) – Strg – ALT – Entf

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