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München und die Olympiade

Gott, ist das letzte Posting lange her, in dem ich mich wegen irgendetwas auf die Seifenkiste gestellt habe, aber nun muss ich meiner sportlichen Natur Rechnung zollen (Wer mich kennt, kann jetzt schon aufhören zu kichern!) und mich zur Sommerolympiade äußern, die in einigen Jahren hier in München stattfinden soll, da dieser Tage die Wahlbenachrichtigung für das Volksbegehren in den Briefkasten flattert, welches wissen will, ob ich als Münchner dafür bin, dass sich die Landeshauptstadt (und die Schläferstädte Garmisch und der Landkreis Berchtesgaden / Traunstein) um die 2022-Olympiade bewirbt.

Nun bin ja zum einen ein großer Verfechter der „realen“ Demokratie durch Volksbegehren und Volksabstimmungen (Auch wenn sich „Kontakt zum Durchschnittsbürger“ und „Vertrauen in die Grundprämisse der Demokratie“ diametral gegenübersteht.), und somit ist meine Teilnahme an der Abstimmung gewiss, und wie ich abstimmen werde, möchte ich hier darlegen, und da ihr immer noch lest, scheint ihr entweder KEINE Meinung zu haben, weswegen ihr auch meine nehmen könnt…

Das erste Argument ist immer die Kostenfrage – auch wenn ein paar Millionen angepeilt werden, kann man davon ausgehen, dass dieser Kostenrahmen nicht eingehalten wird – München ist zwar nicht Berlin (Flughafen *hust*lach*hust*), aber kein öffentliches Projekt wurde jemals rechtzeitig oder im Kostenrahmen fertiggestellt (Seit den Pyramiden, aber da konnte man noch ganz anders planen, und ein Steinhaufen mit OCD-Anordnung ist ja nicht sooo schwierig 😉 ), denn es mischen viel zu viele nutzlose und unqualifizierte Beamten mit (Liebe Beamten:Schaut nach Links. Der Kollege ist nutzlos. Und an den Kollegen Rechts von dir: Schau nach links.) , die ein Budget und Persönlichen Einsatz als etwas sehen, das nur Anderen zustößt (Überstunden, was habt Ihr da gelacht.) .

Aber auch unter dieser „Drohung“ gibt es drei Gründe, die meine Entscheidung beeinflussen: Lieber eine Olympiade, die mit (für mich persönlich Langweilig in epischen Maßstab, wenn Leute einen Buckel runter-rutschen, können sie auch mir den …) Wucht in die Lokale Wirtschaft feuert, als weiterhin Steuer-Hilfen für lobbystarke Unternehmen (Wer mir sagen kann, wie viel Steuern die in München ansässigen Weltkonzerne real bezahlen, dem gebe ich ein Bier aus. Evtl. zwei, wenn er es belegen kann.), also anstatt hier weiter zu verpulvern (Manisches Gelächter aus den diversen Kanzleien: „Das traust du dich nicht!“ – so zumindest stelle ich mir meistens die politische Entscheidungsfindung vor.) und Betriebsferien und Image-Maßnahmen (wahlweise Formulierung „Engagement im sozialen Sektor“) mit zu finanzieren, wollen wir einfach mal ein paar andere Unternehmen fördern, die mit den öffentlichen Aufträgen ein bisserl Schwung in andere Branchen bringen kann. (Branchen sind wie Unterwäsche: Ab und an sind sie voller Sch***, und wenn man sie regelmäßig wechselt, verteilt es sich besser….).

Die Münchner Infrastruktur ist (obwohl sie besser als vielerorts ist) an der Grenze des maroden – und noch heute sind die Anlagen aus der 72er-Olympiade im Einsatz, mit der Riesenwohnanlage des Olympischen Dorfes und den zugehörigen Anlagen und Verkehrsmitteln – ein Bauprojekt im  entschlafenen/eingestellten sozialen Wohnungsbau (der angesichts des Bevölkerungsdrucks eigentlich in der Prioritäten-Liste wesentlich weiter vorne stehen sollte) scheint also dringend nötig, wenn wir nicht als Münchner nicht bald unser komplettes Gehalt an den Vermieter weitergeben wollen.

Und der dritte Grund (Der laut der Psychologie der Entscheidungen vermutlich der für die meisten Leute Ausschlag-Gebende sein wird) besteht aus einer simplen Frage: Können wir uns folgenden Spruch entgehen lassen: Kommen ein russischer Eishockeyspieler, ein ungarischer Skifahrer und ein österreichischer Langläufer in ein Giesinger Wirtshaus …

Gemischte Platte

Die Reste vom Zoobesuch, der Vollständigkeit halber.

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Poli-Tics

Gib zu, dass du es dir bei dem Titel gedacht hast. Und ja, die Chancen sind gut, dass das jemand in Japan gerade als Vorlage benutzt, und wenn unsere Kanzlerin damals gefordert hat "Wir müssen werden wie die Japaner!", dann hat sie vielleicht genau das gemeint und nicht die Arbeit. Denk dran bei der Bundestagswahl: Keine CDU/CSU - die führen Kriege und verlangen von dir, dass du dir Eidechsenpornographie anschaust.

This is porn. 

Gib zu, dass du es dir bei dem Bild gedacht hast. Und ja, die Chancen sind gut, dass das jemand in Japan gerade als Vorlage benutzt, und wenn unsere Kanzlerin damals gefordert hat „Wir müssen werden wie die Japaner!“, dann hat sie vielleicht genau das gemeint und nicht die Arbeit. Denk dran bei der Bundestagswahl: Keine CDU/CSU – die führen Kriege und verlangen von dir, dass du dir Eidechsenpornographie anschaust.

Wir nennen es …

Frühling.

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Oder wäre Winter, Teil 2 passender?

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Asher/Ysidro

Once in a blue moon I need some horror / vampire / monster-novels. Far from sorting that as „guilty pleasure“, which is a bullshit-term if I ever heard one.
„Guilty“ should be reserved for things that you can actually be guilty about, 
like rape, pillage, becoming a politician and placing shopping-trolleys just around the corner of the shelves. Nevetheless, vampire-novels have recently gotten some sort of bad reputation – mainly because the „most prominent books“ are on the level of third-class-housewife-fanfiction. But there are good monster books out there, and here are a few quotes from the exellent Asher/Ysidro-Series by Barbara Hambly.

She kept her eyes on his, positive she resembled nothing so much as a myopic rabbit attempting to stare down a dragon.

(This pretty much describes any glasses-wearing person.)

Over the years, Asher had picked up a fine selection of curses in twelve living and four dead languages, including Basque and Finno-Ugric. He repeated them all as he slid the ulster from his shoulders, left it draped like a corpse over the hay, and slipped through the close, dark warmth of the stable and into Blaydon’s back garden.

Beneath the barred window was only an ornamental ledge, and he exercised a number of plain Anglo-Saxon monosyllables as he disengaged his broken hand from its sling and hooked the tips of his swollen fingers over the grimy brickwork to edge himself along. At least, he thought wryly, this was one place where he knew the vampire couldn’t sneak up on him from behind. It was small comfort.

The greatest monologue of them all….

One of the greatest speaches i one of the best films ever: Ladies and Gentleman, I present: The Box-Monologue from „Rosencrantz and Guildenstern are dead„.

Rosencrantz: Do you ever think of yourself as actually dead lying in a box with a lid on it?

Guildenstern: No.

Rosencrantz: Nor do I really. It’s silly to be depressed by it. I mean, one thinks of it like being alive in a box, and one keeps forgetting to take into account the fact that one is dead… which should make all the difference… shouldn’t it?

I mean, you’d never know you were in a box, would you? It would be just like you were asleep in a box. Not that I’d like to sleep in a box, mind you, not without any air, you’d wake up dead for a start, and then where would you be?

In a box.

That’s the bit I don’t like frankly. That’s why don’t think of it. Because you’d be helpless? Stuffed in a box like that, I mean, you’d be in there for ever. Even taking into account the fact that you’re dead, it isn’t a pleasant thought. Especially if you’re dead, really…

Ask yourself, if I asked you straight off… I’m going to stuff you in this box now, would you rather be alive or dead. Naturally, you prefer to be alive. Life in a box is better than no life at all. I expect. You’d have a chance at least. You could lie there thinking well, at least I’m not dead! In a minute somebody is going to bang on the lid and tell me to come out.

*knocks on the table*

Hey, you! What’s yer name! Come out of there!

Guildenstern: I think I’m going to kill you.