Es ist so häßlich…

.. das ich’s kaum ertragen kann.

So zumindest Konstantin Wecker, über das unnütze Sozialgefüge. Der Refrain:

Ihr seid so häßlich, daß ich´s kaum ertragen kann,
und euer kindischer Gesang von Glück und Freundschaft  bringt mich um.
Ihr seid so häßlich, daß ich´s kaum ertragen kann,
und euer lächerlicher Drang, mit mir zu lachen, ist so dumm.

_A060028 Kopie
Nun, manchmal hat er recht, der Bub. Aber was solls, L’enfer, c’est les autres.
Was aber auch häßlich ist, ist Darmstadt. Und manchmal überrascht einen dann doch die Sonne – nicht nur, das dann auch die Leute fröhlicher sind, sondern indem das Schattenspiel der untergehenden Sonne sogar auf Darmstadt einen, wenn schon keinen charmanten, dann doch wenigstens gelben Glanz zaubern kann.


Waren aber nur 2 Minuten.

_A060029 Kopie

Manchmal frage ich mich, ob ich nicht eigentlich zum Einsiedler bestimmt bin. Nur noch Pflanzen fotografieren, eventuell mal eine vorbeibrummende Hummel. Keine Menschen, kein Geschwätz, absolute Ruhe und den Frieden in sich selbst suchen. Weitab der Zivilisation, die mittlerweile eh nur noch aus Starbucks-Filialen und Lärm besteht.

5 Comments

  1. chuck 7. Oktober 2008

    manhattanhenge im hause beier? obwohl, nein, das gäbe darmstadt dann einen status, den’s doch nicht hat.. drum wohnen wir aber auch weiter südlich, wo es nicht ganz so grau ausschaut 🙂

  2. Beierlein 7. Oktober 2008

    und das sagst du, obwohl du morgens genau wie ich die öffentlichen verkehrsmittel mit verbiesterten südhessen siehst?

    und es ist nicht manhattan – es ist einfach ein sonnenuntergang, der ein bisschen reflektiert. wir wollen darmstadt mal schön auf dem boden halten 😉

  3. chuck 7. Oktober 2008

    heut morgen sah ich nur die faz, die ist zwar auch grau, hat aber mehr gehalt als d-town-city. das mit den verbiesterten südhessen kann man aber ganz gut ausblenden, hab nicht umsonst die besseren sennheiser gekauft 😉

  4. Einfache Süddeutsche Hausfrau 7. Oktober 2008

    Man mußdoch nicht dazu sagen, wo es ist, dann kann man es einfach genießen – das Bild
    Ich sag beim Essen ja auch nicht alles, was ich beim Kochen hinein geworfen habe – wegen dem genießen! Ha,ha!

  5. Beierlein 8. Oktober 2008

    @ chuck: wenn ich das ausblenden will, laufe ich mit der ray-charles-sonnenbrille rum. oder mach einen auf andrea bocceli (der bart passt ja schon).

    @einfache sueddeutsche hausfrau: das problem ist: wenn es nach was aussieht, wollen die leute das in echt sehen, und dann stehen sie in darmstadt am luisenplatz und wünschen sich ein revival der brandnacht 🙁 und bevor irgendeiner auf ideen kommt, besser von anfang dagegen arbeiten.

    im studium haben sie uns ja beigebracht, fehler transparent zu kommunizieren. und wenn ich da schon zu feig war, aufzustehen und zu sagen „recht haben sie herr professor“ und den titel diesen beitrags laut in die gelangweilten gesichter spezieller voll- und teilzeitdieburger zu brüllen.

Comments are Disabled