Krank UND Peinlich.

Man stelle sich folgendes vor:Eberstadt, Samstag Mittag. Ein Postfiliale (Klein) mit einer Warteschlange (Groß), dazwischen ein Allgäuer (Dick) mit einem Geduldsfaden (Dünn), der mit einem speziellen Paketschein – Hier beschrieben – ein Paket abholen will. Je nun, in diesem Paket befindet sich das Programm eines österrreichischen Kabarettisten (Günther „Gunkl“ Paal) und weil aus irgendeinem Grund da eine Altersbeschränkung drauf ist, könnt ihr, meine werten Leser, eure geschätze Imaginationsgabe auf das Unmaß an Peinlichkeit richten, wenn besagter Allgäuer im relativ vollen, aber erstaunlich ruhigen Laden von einer Postangestellten zu hören bekommt:

Die Sendung ist nicht Jugendfrei! Da muss ich ihren Ausweis sehen.

Das macht umso weniger Sinn, als das ich ersichtlichermaßen die 18 weit hinter mir gelassen habe, und mich nun eher der 30 nähere. Die Erklärung, das in diesem Paket das Programm eines österrreichischen Kabarettisten namentlich Günther „Gunkl“ Paal, ist und dieser mitnichten pornografisch oder auch nur Ansatzweise obszön ist,  aber lediglich für Erwachsene verständlich, kann man sich sparen, wobei die Ähnlichkeit älterer, Tchibo-Katalog geprägter Hausfrauen jenseits der Vierzig mit Korb, Kassenbrille, faltigem Hals sowie „witzigen, bunten“ Klamotten und verrupften Assgeiern in der Serengeti unübersehbar ist. Die sich hier anschließende Totenstille sah nicht viel, nur einen geschlagenen Allgäuer Bären, der kriechend und also von Allgemeiner Verachtung geschlagen die Filiale verlassen hat.

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