Leben, Arbeit, Arbeitsleben

Heute mal etwas [tag]persönlich[/tag]er, und eigentlich nicht zwangsläufig für die Allgemeinheit bestimmt, aber sooo viele Leser sind hier ja nicht.

Ich frage mich immer wieder, wie ich mit meinen Kollegen umgehen soll. Das aktuelle Beispiel ist immer noch der Störfall, den ich als Mitarbeiter habe – was mit Sicherheit ein Extremfall ist. Normalerweise geht man davon aus, das man mit dem Mitarbeitern reden kann, und das jemand, der einem Anweisungen erteilen kann, diese sowohl selbst versteht, als auch in der Lage ist, sie so zu formulieren, das ich weiß, wovon er überhaupt redet.

OK, das mag jetzt dem einen oder anderen Ãœbertrieben erscheinen, aber so bin ich halt nun mal 😉
Was mir aber sorgen macht, ist das ich manchmal eben nicht weiß, wie ich mich so einer Person gegenüber verhalten soll – die [tag]Lösung[/tag], die Kollegen (und zwar nicht nur einem) sinnvoll und angemessen erscheint, ist besagten störenden [tag]Mitarbeiter[/tag] einfach mit einer rechten Geraden zu Boden zu schicken und zu hoffen, das er lernt, das sein [tag]Humor[/tag] nicht für jeden witzig ist, und das sein Umgangston außerhalb des Gefängnisses nicht dem Standard entspricht – Im Gegensatz zum Ãœbrigen Umgangston der Fabrik, der zwar seine Schwächen hat, aber im Durchschnitt höflich bis sehr unterhaltsam ist – und somit anscheinend nicht nur mich zu dem Schwur verleitete hat, mit dieser Person nie wieder zusammenzuarbeiten. Das ist eine meiner Haupt-beschwerden – das man im Scherz vieles Sagen kann (OK, ich sehe im Fabrik-Blaumann mit Kopfbedeckung wirklich aus wie Obelix) diese Person jedoch einfach nur vulgär und sehr oft beleidigend ist.

Natürlich ist es zum eine eine recht einseitige Frage, da ich von anderen Mitarbeitern das [tag]Feedback[/tag] bekommen habe, das ich eben NICHT überreagiere, und zum anderen eigentlich nur die Frage ist, in welcher Ausprägung mein Wiederstand stattfindet.
Momentan ist es „Dienst-nach-Vorschrift“, was bedeutet, das ich jede Anweisung Buchstabengetreu ausführe, egal ob sinnlos oder nicht. Und natürlich jede Formulierung möglichst widersinnig auslege – was evtl etwas [tag]unfair[/tag] ist, da besagte Person nicht in der Lage ist, eine Satz korrekt zu formulieren, was eine ganz Andere [tag]Baustelle[/tag] ist – das jemand nicht in der Lage ist, in ZEHN JAHREN eine Sprache zu erlernen, wenn er in dem Land ist, wo die Sprache gesprochen wird, das ist dann schon [tag]traurig[/tag] und ein bisschen seltsam.

Dabei wird es auch bleiben, vermute ich – mehr Anstrengung ist die betreffende Person einfach nicht wert. Was aber bleibt, ist meine [tag]Frage[/tag], wie ich mich in Zukunft in Personen-Zwangs-Situationen verhalten werde. Natürlich gibt es immer [tag]Leute[/tag], die man aus dem eine oder anderen Grund nicht mag – aber bis jetzt ist es immer so gewesen, das ich mit solchen Personen dann einfach höflich-distanzierten Kontakt hatte, und gut. Und an dieser Situation irritiert mich gerade, das ich es eben bis jetzt immer geschafft habe, bei Mitarbeitern, mit den ich nicht ausgekommen bin (auch Mitschüler oder [tag]Kommilitonen[/tag]) wenn schon kein Inniges Verhältnis, so doch eine Neutrale Einstellung gegenüber zu bewahren. Und hier ist jetzt einfach der erste Fall, wo ich eine Person nicht riechen kann, keine Distanz aufbauen kann, und einfach irgendwie Zweifel an meiner eigenen Umgänglichkeit habe, und zum anderen einfach nicht weiß, was ich tun soll – außer einer eigentlich kindischen Rache-Einstellung.
Vorschläge, irgendwer? Ich bin bei der dritten Packung [tag]Sodbrennen[/tag]-Tabletten, es wird dringend.

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