Pupertärer Infantillismus mit Pointe.

ric_090

Den gerade überstandenen Feiertags-Höhepunkt übergehe ich nun einfach mal galant, und stelle gleich die Frage für die nächste Woche. Diese Frage ist nicht – wie man meinen könnte, wenn man meinen Kalender sieht „Wie soll ich das alles auf die Reihe bekommen“ und auch nicht „Brauchts das wirklich?“, sondern der Endspurt meines ersten Jahres als Pseudoerwachsener jenseits der Spätpubertät.

Natürlich kann man die Pubertät problemlos mit den Phasen „Spätadoleszent“, „Prä-Midlfe-Crisis“, „Midlifecrisis“ und direkt anschliessender Senilität bis zum Infantilismus des Rentenalters durchziehen, aber da tun sich zwei Fragen auf: Zum Einen, ob unsere Generation überhaupt noch eine Rente bekommt, und zum Anderen, ob man das denn will, und was es an Alternativen gibt. Die Frage nach der Lebensplanung der Spießer – Anti-Establishment, Studium (also, finanzielles Darben), Konsumwahn, Kind und Eigenheim und dann die völlige geistige und moralische Verwahrlosung mal aussen vor gelassen (da diese Route ja von vielen genommen wird, evtl sogar vom Großteil meiner Generation) stellt sich ja für jeden schon dadurch, dass eine Menge an Lebensentwürfen am Anfang steht, die aber durch Druck sehr schnell zusammenlaufen. Kann man dem heute ausweichen? Inwieweit kann man als Mensch an etwas teilnehmen, ohne sich davon vereinnahmen zu lassen? Und was passiert mit einem auf dem Weg dahin?

Diese völlig unwichtigen und belanglosen Fragen, deren Pseudo-Relevanz nur von Ihrer Abgedroschenheit übertroffen wird, bringen mich aber auf den eigentlichen Grund dieses Blogeintrages. Zum einen das Bild oben, aus der Session mit einer Augsburgerin, und zum anderen auf einen Textblock, den ich für gesellschaftlich relevanter halte, als alle iPads, Westerwellen und Wikileaks zusammengenommen:

You don’t have depression, you are just sad.
You don’t have insomnia, youare just sleepy.
You don’t have anxiety, you are just nervous.
You don’t have anorexia, you just skipped a meal.
You don’t have bipolar, you are just moody.
You don’t have OCD, you just like your things clean.
You don’t have amnesia, you just have  a bad memory.
You are not interesting, you just have an internet-connection.

Und inwieweit dies jetzt auf die Gesellschaft (und ja, auch was auf mich zutrifft), habe ich mir vorgenommen, in diesem Münchner Frühling zu überdenken.

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