Stonefaces und Steinbeisser

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Pan. Und ja, der ist im original nicht soooo groß, ausser gewissen Teilen. Und manch gestandene Texterine sehen den Gag “Pan-ik” nicht.

 

Kleine Runde durch die Münchner Glyptothek und die gegenüberliegende Antikensammlung.
Ratet mal, was mein Lieblingsbild ist.

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Roman Zombie!

Wobei manche von dnen – insbesondere in der Antikensammlung

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An was erinnert uns diese Form?

 

Suddenly: Duck.

Suddenly: Duck.

 

 

 

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Der Typ kuckt ein bisserl aus wie Dennis Leary. Dummerweise fallen mir somit ausser Iren- und Sheepshaggerwitzen keine Kommentare mehr ein.

 

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Angeblich eine Waldgottheit. Einzige, die ich da kenne, ist der oft lautstark beschworene “Himmihergottsagrifixscheiissdreggswald!”

 

 

 

 

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Als Katzenmensch mag ich diesen Hund: Keine Beine, sabbert nicht, schnüffelt nicht dauernd im Lendenbereich. Der perfekte Hund.

 

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Alles sooooooo Bunt.

 

 

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Also, wer mal entspannt dasitzen will und in einem immerkühlen Gebäude (*hint*) bisserl was zu kucken will: Glypthotek. Nur nicht montags.

 

 

Religion, verabscheut von jemandem, der aussieht wie ein alttestamentarischer Gott.

Nun hatte ich mir vorgenommen, meine Privatagnostik ausführlich und endgültig in Form zu bringen. Der Plan steht noch, aber es zieht sich. Deswegen in der Zwischenzeit: Billy Connolly, Kabarettist, Schauspieler und Vorzeige-Schotte (Wesentlich vorzeigefähiger als zum Beispiel Sean Connery, der seit 40 Jahren nicht mehr da lebt)  – inklusive dem Besten Akzent (Besser noch als Frankie Boyle) – zum Thema.

Und sollte ich jemals einen Film drehen, in dem Gott einen Auftritt hat, werde ich versuchen ihn hier an Bord zu holen.

I’m on vacation. Yes, even editors get those every few years. And – because for some reason there might be the necessity – I have in my autoreply: “In case of an emergency, contact me on Private-Email@someprovider”.

Dear marketeer: if you use that mail for your newsletter? You are banned from everything at once. I will mark your newsletter as spam on every server I can find, and will not consider anything you want to talk about for the magazine.

Growing a newsletterlist is well and good. But you have to READ the mails, before spamming them. So, dear “techmediamarketeer”, you are hereby banned both from Digital Production as well as my private connections. Not as an example – everyone will be banned. Permanently.

Das Buffet der Befindlichkeiten

“Teile und Herrsche!” – mit dieser Maxime schiebt sich die Geisteskrankheit der Religionen wieder gesamtgesellschaftlich in den akzeptablen Bereich – und jeder, der sich auf der Imaginäre-Freunde-Seite der Diskussion befindet, weicht mit allerlei Kniffen dem Grundlegenden Argument aus.

Der zentrale Knackpunkt der Antisäkularisation

Wer sich als Gläubiger einer Geschmacksrichtung bezeichnet – egal welcher – hat das Gesamte zu akzeptieren, oder muss eine eigenen Sekte gründen. Wer sich herauspickt, was ihm gefällt, degradiert den Fokus seiner Gläubigkeit zur Grabbelkiste, und negiert somit die zentrale Aussage jeder Religionsgemeinschaft: Dass der eigene Gott der Einzige wäre, allwissend und so weiter. Wer sich aussucht was er glaubt, glaubt offensichtlich nicht, und versteckt sich hinter dem Rockzipfel der Inquisitoren. (Hier akzeptieren wir die Geisteskrankheit eines Gottes aus argumentativen Zwecken).

“Jeder Interpretiert für sich selbst, Religion ist etwas Individuelles”.

Bullshit.

Die Behauptung ist so lächerlich, daß die Inkonsequenz des fehlenden Kirchenaustritts die Person in den Bereich des Bemitleidenswerten katapultiert. Wer sich ironiefrei zur Religion bekennt, oder gläubiger Christ bezeichnet, hat keine Gewebe zu mischen, kein Schwein und keine Muscheln zu essen, Schwule zu verprügeln und seine Frischvermählte bei mangelnder Jungfräulichkeit zu erschlagen. Wer dies als gläubiger Christ nicht tut – oder als Jude die Gesetze Moses nicht befolgt (die ja deckungs–, aber nicht interpretationsgleich sind), kann sich nicht als Gläubig bezeichnen, und muss also mit derselben Lächerlichkeit existieren, die heutzutage für “Glutenfreie Vegane” reserviert ist, welche Brezen (die Rindertalg enthalten) essen. Hipster, Mitläufer, Nachbeter, Denkbefreite. Denn unter dem Mantel der Glaubensgemeinschaft kann sich viel Tummeln, aber eins nicht: Die Überlegenheit des Glaubenden über das Geglaubte.

Der Priester steht in der Rangleiter nicht über Gott – hat aber trotzdem die “Autorität”, Teile des “Wort Gottes” einfach als irrelevant zu erklären. Mutig. Würde ich mich als Gläubiger nicht trauen. “Du bist zwar allmächtig und allwissend, aber ich weiß es doch noch ein bisserl besser als du.” Und in der Evolution des Glaubens sind die Weihnachten- und Ostern-Christen sogar noch eine Stufe weiter: Jeder interpretiert für sich selbst, gerne in Unkenntnis der Aussage. Denn das Wort Gottes ist ja nur ein Buffet, wo man die göttliche Weisheit, die einem nicht in die Bequemlichkeit passen, einfach liegen lässt wie den gedämpften Brokkoli, und sich dafür am alttestamentarischen Schinken die Plauze vollstopft. Hier nun drei Klassiker-Beispiele.

  • Du sollst nicht töten. (Markus 10:19, Lukas 18:20, Matthäus 19:18, 5. Mose 5.17, und bei den anderen Büchern Mose auch noch ein paar mal.) Das ist ja jetzt eigentlich so eindeutig, wie man es sich nur wünschen kann. Nichtsdestotrotz werden in christlichster Manier Waffen gesegnet, Kriege geführt. Der Folterer betet vor der Arbeit, der Vergewaltiger brüllt im Augenblick des Orgasmus „Oh Gott!“und der Henker bekreuzigt sich. Wer sich FÜR einen Krieg ausspricht, oder diesen akzeptiert, steht über Gott. Schön, dass die Argumente gegen eine Göttlichkeit immer von den Gottes-Fans kommen. Gut gemacht.
  • Verflucht sei, wer Bestechung annimmt. (5. Moses, 27.25). Das ist insbesondere prickelnd angesichts der Bestechungsfälle „Christlicher“ Parteien. Mal ehrlich: Wenn’s die Ironie noch nicht gäbe, damit wäre Sie erfunden.
  • Du sollst kein gemischtes Gewebe anziehen, das aus Wolle und Leinen zusammen gewoben ist. (5. Mose, Kapitel 22) Immer ein Klassiker. Und jeder soll mal in seinen Wandschrank schauen.

Aber hinter dieser Behauptung – man würde sich es ja “individuell zusammenstellen”, was einem passt, klafft nun einer der großen Sprünge der Semantik: inkonsequente Religiöse flüchten sich unter das Präservativ der Idiotie: Die Spiritualität.
Diese „Religiosität light“ verabschiedet sich nun ganz vom Glauben, und schweint sich durch das Buffet an Zitaten und Pragmatismen, übergießt alles mit einer Sauce halbverdauterer, ererbter Vorurteile und chemikalieninduzierter Visionen und brodelt vor sich hin. Der, dessen Religion eine „spirituelle Komponente hat“, kann sich gleich neben Astrologen, Homöopathen und Klimawandel-Leugner stellen. Und verdient ebenso wenig Respekt wie dogmatische Religionen.

Nachdem nun Gott von seinen Priestern zum drittklassigen Anwalt degradiert wurde, dessen Aussagen man so nicht stehen lassen kann, und dessen klarste Aussagen noch der Interpration bedürfen, kommen wir zum nächsten Punkt. Monotheismus.


  1. Gott und die Evolution der Religionsbürokratie – Eine Einführung
  2. Am Buffet der Befindlichkeiten – Spirtualität im postsäkularisierten Europa
  3. Der eine Gott. Monotheismus und Lächerlichkeit
  4. Religion, Moral und antisoziale Persönlichkeitsstörungen – Oder: Religion als Grundlage des Handelns.
  5. Aber die Fanatiker! – Die letze Ausflucht der Ratlosen
  6. Ein Halleluja auf den Wahnsinn

Gott und die Evolution der Religionsbürokratie

In dieser Serie habe ich nun vor, diversen Argumente zur Religion, in gesammelter, halbwegs geordneter Form zu sammeln– da ich immer wieder in der Diskussion mit Gläubigen (was in sich ein Fehler ist, aber ich tue mir so schwer) dieselben Argumente gebetsmühlenartig wiederkäue. Somit gilt dieser Text (Wenn ich darauf verlinkt habe) als Antwort innerhalb der Diskussion. Wenn’s jetzt zu viel zum Lesen ist: Pech gehabt, bist halt dumm und bleibst es auch.

Nun muss man ja verstehen, dass es fünf verschiedene Weltreligionen gibt, vier davon müssen also falsch sein. Also ist die Chance (momentan) bei 4 zu 1, dass Gott, wenn man denn vor “IHM” steht, die Karte “Bluff!” hochhält, und man als Heide in die Hölle fährt. Oder: Man hat gesündigt, und fährt in die Hölle. Und da tuts dann weh.

Wer sich aber unironisch als religiös bezeichnet (bzw. die debile Variante “Spirituell”), mag vielleicht den Zusammenhang nicht sofort erkennen – aber einfach mal Lesen, wird dann schon klar werden. Wichtig ist Folgendes: Religion als Gesamtes ist ein überraschend simples System – zum einen die offensichtliche Machtstruktur und die innewohnende Expansion. Der nächste Aspekt ist die Kritik an der Religion, wie sie real ausgeübt wird (Pfarrer, Gläubige und Organisationen) und der dritte Aspekt die logischen Fehler innerhalb der Missionierung. Der vierte (und in diesem Pamphlet letzte) Aspekt besteht dann in der religiösen Pseudopluralität der Moderne: “Jeder hat seine Religion”, und kann guten Gewissens Halbwissen mit der gesamten Autorität des Meteorologen posaunen, ohne sich im Zusammenhang seiner Begrifflichkeit um hinreichende Argumentation bemühen zu müssen. Man “fühlt es halt so”.

“Religion ist das Erwachsenenbild eines Kindes – die Verhärtung vergangener Annahmen: Das Ratespiel Mythologie, die versteckte Annahme des Vertrauens in die Welt, die Versprechungen derer, die sich an einem Bereichern, zusammengehalten vom Kleber kurzer Verständnissblitze. Und immer das unausgesprochene Gebot: “Du sollst nicht hinterfragen!”
– Children of Dune (Frank Herbert)

Alle Bibel-Zitate beziehen sich übrigens auf die Schlachter-Übersetzung von 1951. Wen das jetzt verwirrt: Glaube es einfach. Gab ein paar Anläufe, jeder drittklassige Mönche mit zu viel Mundgeruch fürs Pfarrersdasein hat sich dran versucht, und deren Tippfehler haben die Art von Sachen ausgelöst, wegen der du die Nachrichten umschaltest. Und da dies – aufgrund des argumentativen Aufwands bei imaginären Freunden – ein längerer Text ist, habe ich eine Serie daraus gemacht.

Alles Spinner, Jede Religion: Lasst uns auf den “Christen” rumhacken.

Als Beispiele zerre ich hier der Katholizismus heran, einfach weil es im Kulturkreis am Nächsten liegt. Und weil zwar jede Religion ihre treffenden Beispiele hat, aber die Katholen mittlerweile so machtlos sind, dass sie nur noch selten foltern. Außer man ist ein minderjähriger Ministrant. Dann tut es auch weh, und man ist sogar im Rechtsstaat im wahrsten Sinne des Wortes gefickt. Aber allein die Einführung hätte mir – nur um es im Kontext zu sehen – vor 200 Jahren den Scheiterhaufen garantiert.

Aber hey, “Man muss die Religion anderer Leute Respektieren!”  Warum? Ich nicht. Ich respektiere keine Grundhaltung, die gefährlich, voreingenommen und kindisch ist – und die mich mein Leben kosten kann.
– When You Ride Alone You Ride with Bin Laden (Bill Maher)

Wesentlich ist an dieser Stelle nur zu sagen, dass Religionen und ihre Folter-Orgien, Kriege und Kinderschänder gerne als “Vergangenheit” bezeichnet wird. Das ist natürlich Blödsinn. Fast alle aktuellen Kriege verhüllen ihre Expansions-Gelüste mit dem Mäntelchen der Religiosität. Dazu kommt – wenn wir es schon vom Leugnen der aktuellen Lage haben – dass die Zentralen Dogmen und Texte der verschiedenen Glaubens-Gemeinschaften unverändert weiterbestehen, und somit weiterhin Stein des Anstoßes für Kreuzzüge und Inquisitionen sind. Die Interpretation der Vernichtungs-Argumente ist wandelbar wie Alkoholiker-Blähungen – das Fundament zur Argmuentation für Kreuzzüge bleibt bestehen.

Religion und ihr Wachstum

Nun gibt es ja viele Religionen – eine Handvoll mit mehr als Millionen Mitgliedsbeitrag zahlenden Nachläufern, und jede mit ihren unterschiedlichen Geschmacksrichtungen – deren Gründung normalerweise auf den überbordenden Geschlechtstrieb eines Anhängers zurückzuführen ist, welcher „Wahrer als die Wahrheit“ ist, und deswegen sowohl einen Personenkult braucht, als auch einen exklusiven Harem. Dieser Harem wird entweder misogyn in das System eingeflochten – entweder vom Gründer oder der zweiten Generation (Siehe Arabische Riten) – oder gleich im Katechismus ausgeführt. Praktischerweise immer NACH der Etablierung der politischen Gewalt. Sonst wären ja die weiblichen Helfer in den Anfängen gleich abgeschreckt, und wer soll dann ….
Hier ist eines wichtig in der Unterscheidung: Jede Religion funktioniert in ihrer Evolution (Ja, das Allel-Prinzip auf soziale Gruppen anzuwenden ist unsauber, aber als Metapher tut es) identisch. Es macht keinen Sinn, jede einzeln zu beobachten, wenn die Entwicklung immer gleich verläuft. Genauso wenig wie es Sinn macht, Biologie für jeden Käfer neu zu erfinden – Organismen wachsen generell identisch in ihrer Spezies. Nun denn, welches sind die Stufen?

„Wir die unterdrückten, wir haben es so schlecht! Deswegen machen wir das jetzt anders!”

Religionen entstehen nicht in stabilen Gefügen ohne äußere Einwirkung – seien es die christlichen Sekten, die sich verfolgt glauben oder Steuervorteile erspähen, New-Age-Glaubens-Kommunen, deren Weltentwurf an der Realität scheitert oder auch einfach die Psychose eines Möchtegernmessias. Hier ist wichtig, dass Religionen nicht aus sich heraus entstehen, sondern immer unter einem äußeren Einfluss. Des weiteren entsteht die Grundlage immer in Reaktion oder Kopie bestehender Systeme – es wird nichts neues genommen, sondern entweder kopiert oder verneint. Eine Kopie mit “selbst erfundener Extrawurst” ist dann eine Sekte (bei entsprechendem Wachstum und Machtgewinn eine Religion), eine Verneinung der reaktionäre Blasphemismus – als Beispiel der katholische Satanismus/ Baphomet-Kult.

„Mit einem von uns, auf den alle Hören, hat eine höhere Macht gesprochen!“

Is klar, oder? Die erste Offenbarung, der Stöpsel in der Mentalen Kloake. Einige Wenige – die unweigerlich die “Beispiele” für die Gläubigen bilden, und später zu Messianischen Figuren zweiter und Dritter Ordnung (Heilige, Propheten, Flussgötter und ähnliches) werden – beobachten etwas, und bezeugen dies. Immer gleich. Hier ist ein gruppendynamischer Sprung wichtig: Es ist ein übernatürliches Erlebnis, welches ist egal. Dieses wird öffentlich bestätigt von “Zeugen”.

„Wenn wir genügend Anhänger haben, können wir für Gerechtigkeit sorgen – zumindest, was wir dafür in der aktuellen Position dafür halten. Ach ja, und die Höhere Macht hat nochmal mit einem von uns gesprochen!“

Ein “Wunder” bzw. eine Offenbarung ist doch noch recht wenig – ein zweites wird nachgeschoben (Wunschdenken und Placebos voraus!), was aber aufgrund der überschaubaren Beteiligen-Anzahl noch relativ leicht zu organisieren ist. Hierzu empfiehlt sich zur Illustration “Das Leben des Brian”. Das zweite Wunder – beim Katholizismus die Auferstehung – wird nicht von allen bezeugt, dazu ist die Gruppe bereits zu groß – aber der harte Kern propagiert es, und die aktiven Mitläufer sind bereit, alles zu Glauben. In gewalttätigen Sekten wäre der Punkt nach der zweiten Offenbarung der, wo man von “systematischer Gehirnwäsche” spricht.

„Wir haben genügend Anhänger, und können jetzt genügend Einfluß ausüben, um unsere Werte anderen zu erzählen. Ach ja, und lass noch ein paar Stories dazu erfinden und ergänzen, damit es nicht so leer dasteht.“

Der Harte Kern und die primäre Infrastruktur der Macht besteht nun. Um die entsprechenden Bevölkerungsgruppen zu mobilisieren, sind verschiedene Maßnahmen erprobt: Feste (Brot & Spiele), Riten (Gerne auch als Orgie – man will die frisch dazugekommene Alphatierchen ja bei Laune halten und mehr Entertainment bieten, damit die Opportunisten auch brav bei der “Stange” bleiben). Hierfür sind die Mittelalterlichen Päpste ein Beispiel – den Namen “Medici” muss ich jetzt nicht extra erwähnen, oder? (“Medici – was für ein Name. Genau in der Mitte zwischen einem Gemüse und einer Erkältung.)  Die ersten Untergruppen bilden sich. Dies sind zum einen Infrastruktur-Zwänge – eine Firma hat Abteilungen, eine Religion Orden. Zum anderen ist jetzt auch der Punkt erreicht, indem die ersten etablierten Opportunisten dazu stoßen – “Reiche”, Mittlere Beamten, so was in der Art. Diese sind zwar organisatorisch notwendig, aber aufgrund der Verhandlungserfahrung auch, die, die – im Geiste Ihrer Zeit – die praktische Ausübung der Religion prägen. Der Bauherrr will natürlich, dass Kirchen gebaut werden. Der misogyne Großgrundbesitzer interpretiert entsprechend, und schon sind wir bei bestehenden Strukturen, wie wir sie auch heute noch beobachten können.

Prickelnd ist hier auch, dass jetzt die Machtstrukturen beziehungsweise die realen Gewaltenverteilungen kopiert werden – wundert es jemanden, dass die in der Bronzezeit entstanden Katholiken eine Organisations-Struktur haben, die direkt aus der Römischen Kaiserzeit stammt?

“Huch, wir haben genügend Macht – jetzt müssen alle unserer Regeln befolgen!”
“Wenn wir schon Macht haben, können wir uns ja ein bisschen Austoben. Haben wir uns verdient. Und, so ein Zufall, haben wir in unserem heiligen Text eine Passage gefunden, die es uns erlaubt!”

Hier treten die ersten Fanatiker und Schismen auf – denen die aktuelle Auslegung nicht “Rein” genug ist, und die früher oder später immer Gewalttätig werden. Wenn diese Gewalt steuerbar ist – siehe Kreuzzüge – werden sie der militante Flügel, wenn die Gewalt nicht steuerbar ist, oder die Gruppe ungewöhnlich homogen ist, werden Sie umgebracht / vertrieben (Siehe Purtianer oder Templer). Lustigerweise setzt hier die erste Schleife ein – “Wir, die unterdrückten”.

Innerhalb der Religion besteht nun eine feste, stabile Machtstruktur – Bischöfe und Kardinäle sind etabliert, die niederen Chargen der Muezzins und Rabbiner und Pfarrer wissen was sie zu tun haben – und mit allerlei Hokus-Pokus werden nun die Früchte der Bet-Arbeit genossen. Und jetzt kommt der schöne Name “Borgia” ins Spiel. Und die Blüten des Wahnsinns treiben – die Anklage von Papst Stefan an seinen Vorgänger gibt ein paar gute Lacher her.

 “Guck mal, da ist eine Gruppe von Aufwieglern! Denen zeigen wir jetzt die ganze Härte des Gesetzes.”

Nun – wenn nicht ausgerottet – wird die zementierte Machtbasis erbarmungslos verteidigt -vom Nahen Osten über Rom – Kreuzzüge, Steuern, alles im Paket. Die generationenlang umgebauten und an die Realpolitik angepassten Glaubenssätze werden nun mit ganzer Härte durchgesetzt. Und jemand brüllt dann “Ihr unterdrückt uns!” – immer UNS, nie MICH, man ist ja schon auf Nachläufer- bzw. Mitstreiter-Suche –  und die Schleife geht in die nächste Runde. Nicht lange warten, einer der unterdrückten hat eine “Vision” und schert ein paar ähnlich unzufriedenen und Geistesschwache um sich.

Diese Abfolge lässt sich bei allen Religionen direkt beobachten – schaut mal die diversen Gruppierungen an, und ihr werdet das ein oder anderer Stadium erkennen – und könnt sowohl die expansionistischen Züge als auch den missionarischen Drang und die Eingliederung des Fanatikers gut einordnen.

Im nächsten Teil geht es ums Buffet der Befindlichkeiten – die “Pick-and-Mix”-Religion des post-säkularisierten Zeitalters.


  1. Gott und die Evolution der Religionsbürokratie – Eine Einführung
  2. Am Buffet der Befindlichkeiten – Spirtualität im postsäkularisierten Europa
  3. Der eine Gott. Monotheismus und Lächerlichkeit
  4. Religion, Moral und antisoziale Persönlichkeitsstörungen – Oder: Religion als Grundlage des Handelns.
  5. Aber die Fanatiker! – Die letze Ausflucht der Ratlosen
  6. Ein Halleluja auf den Wahnsinn

Bertrand Russell’s Autobiography

Listen while reading (you this, me the rest of the Book). This probably the most pompous intro I have ever read.

What I Have Lived For

Three passions, simple but overwhelmingly strong, have governed my life: the longing for love, the search for knowledge, and unbearable pity for the suffering  of mankind. These passions, like great winds, have blown me hither and thither, in a wayward course, over a great ocean of anguish, reaching to the very verge of despair.
I have sought love, first, because it brings ecstasy – ecstasy so great that I would often have sacrificed all the rest of life for a few hours of this joy. I have sought it, next, because it relieves loneliness – that terrible loneliness in which one shivering consciousness looks over the rim of the world into the cold unfathomable lifeless abyss. I have sought it finally, because in the union of love I have seen, in a mystic miniature, the prefiguring vision of the heaven that saints and poets have imagined. This is what I sought, and though it might seem too good for human life, this is what—at last—I have found.
With equal passion I have sought knowledge. I have wished to understand the hearts of men. I have wished to know why the stars shine. And I have tried to apprehend the Pythagorean power by which number holds sway above the flux. A little of this, but not much, I have achieved.
Love and knowledge, so far as they were possible, led upward toward the heavens. But always pity brought me back to earth. Echoes of cries of pain reverberate in my heart. Children in famine, victims tortured by oppressors, helpless old people a burden to their sons, and the whole world of loneliness, poverty, and pain make a mockery of what human life should be. I long to alleviate this evil, but I cannot, and I too suffer.
This has been my life. I have found it worth living, and would gladly live it again if the chance were offered me.