Monthly Archives: Dezember 2005

hypocrazy

gerade ist es fertig geworden: meine hausarbeit zum thema „nutzung von onlinemedien“. Ein Punkt daraus:
Weblogs: Wie Heise, Golem und andere Bloggende Branchengr��en zitierten, ist die Blogwelle schon fast an ihrem h�chsten Punkt � und drauf und drann zu brechen. Die wesentlichen Gr�nde daf�r sind laut der Studie haupts�chlich die Spamblogs und das �berangebot. Die Kontinuierliche Qualit�t eines Blogs ist nur in wengen F�llen gegeben � die Blogs von Professionellen. Amateurblogs, auch wenn sie ein gro�artiges Mittel der Klatschverbreitung sind, werden unweigerlich das selbe Schicksal wie Websites erleiden � die Kluft zwischen Professionell erstellten Webauftritten und �Kinderkram�. Und auch der Zehntausendste KommunikationsWissenschaftler – Blog wird daran nichts �ndern, egal wie nett geschrieben. Dem Interesse eines Gr��eren Publikums werden 99,99% aller Blogs verborgen bleiben.
Siehe: http://www.golem.de/0512/41982.html – W3B: Weblogs sind ein �bersch�tztes Ph�nomen

Und was mache ich daraufhin nat�rlich sofort: Genau, Bloggen.
Denn wie immer, wenn man etwas verk�ndet, macht man sofort das gegenteil. und ich habe ernsthaft den verdacht, das so mancher Jungpolitiker, der gerade wieder mal �ffentlich den generationvertrag gek�ndigt hat, dann erstmal nachhause geht und sich seine rentenanspr�che ausrechnet.

pressekodex

faszinierend, das, wenn wir schon einen kodex haben, der relativ gut ist, aber einfach viel zu neutral und auf objektivit�t ausgerichtet. und jetzt wird diskutiert, ob denn r�gen des presserates gerechtfertigt waren, oder nicht. und wenn man sich diese angst (!) vor der subjektivit�t ankuckt, dann wundert man sich nicht, das viele kleiner zeitungen so fad sind.

diskussion ob man f�r organisierte verbrechen „mafia“ nennen darf. naja. wenn es aussieht wie eine ente, wenn es quackt wie eine ente, wenn es riecht wie eine ente, dann ist es wahrscheinlich eine ente.

und diese political correctness, die frage ob man extreme meinungen auch darstellen kann, ob man auch urteilen kann und mu� – das fehlt mir gerade irgendwie. es wird meiner meinung nach zeit, das sich die presse, als viertes bein der demokratie den anderen drei beinen anpasst – nach vulg�ren beleidigungen im bundesrat, medienkanzlern und guido-moblien, richtern mit tourette, wieso dann nicht eine zeitung, die mehr als fakten enth�lt?

warum wollen wir nicht ein bisschen polemisch sein? und indiskret? und vielleicht mal nicht nur darauf bedacht sein, auf keinem fall jemandem auf die zehen zu treten? nur damit es spannend bleibt. w�re doch auch sch�n, oder?

bitte? nur ein bisschen?

Beispiel von http://www.presserat.de/Fallbeispiel.61.0.html

Unbegr�ndete Beschwerde:

Fahndung nach einem M�rder : Ein italienischer Gesch�ftsmann, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt und italienische Haushaltsprodukte vertreibt, wird vor seiner Haust�r erschossen. Die Zeitungen am Ort berichten in Wort und Bild �ber den Vorfall. Eines der Bl�tter beschreibt den Tatort, zeigt das Haus und nennt den Namen des Opfers. F�r Verbindungen zu Mafia-F�llen in der Stadt gebe es bisher keine Hinweise, wird berichtet. „Wir schlie�en es aber nicht aus“, zitiert die Zeitung den Leiter der Sonderkommission der Polizei. Die Angeh�rigen des Erschossenen beanstanden in einer Beschwerde beim Deutschen Presserat Namensnennung und Adressenangabe. Zudem sei die Er�rterung m�glicher Mafia-Verbindungen ehrverletzend, diskriminierend und pr�judizierend. Die Chefredaktion des Blattes erkl�rt, Name und Adresse des Opfers seien von Polizei und Staatsanwaltschaft aus Fahndungsgr�nden bewusst der gesamten Presse in der Region bekanntgegeben worden. Auf Nachfrage der Redaktion habe die Polizei mitgeteilt, dass nach ihrer Einsch�tzung die T�tersuche Vorrang vor den Interessen der Familie habe. (1997)

ein vorschlag

hallo erstmal.

heute kommt ein vorschlag, der vielleicht, aber nur vielleicht, die welt in ihren grundfesten ersch�ttern wird. la�t uns gesetzlich festlegen, das jeder am montag ausschlafen mu�, ein st�rkendes fr�hst�ck einzunehemn hat und dann den tag entweder vor dem rechner, im kreise seiner familie oder mit seinem lieblingsbuch, wahlweise der zeit oder sonstiger anspruchsvoller lekt�re zu verbringen hat.

herr schr�der, lassen sie sich diesne vorschlag mal auf der zunge zergehen! das w�re ein finale f�r die kanzlerzeit!

und frau merkel, w�re das nichts, um das ganze gesittet zu beginnen? die umfragewerte w�ren auf rekordhoch! da k�nnten sie sich versprechen so oft sie wollen! koalitzionen werden icht mehr als almpel- oder jamaica-koalition beschrieben, sondern als pro- und contra – montag! und die l�stigen montagsdemos wegen ihrer katastrophalen politik w�ren dann auch nicht mehr so schlimm – weil alle demonstranten ausschlafen w�rden und zeitung lesen! ok, ein problem g�be es – wenn sich alle b�rger mit den medien besch�ftigen w�rden und zeitungen jenseits der bild lesen w�rden, w�ren sie, herr westerwelle, ganz schnell weg vom fenster. aber tr�sten sie sich, sie w�rden nicht allein die werbeplakate ins guidomobil packen, neben ihnen w�rden noch einige b�ros diverser parteizentralen leerger�umt werden. und dann, lieber herr m�ntefering, k�nnen wir endlich sie zum bundespr�sidenten machen, hr. fischer wird kanzler und dann wird das schon.

mit freundlichen gr��en. ihr weltverbesserer

kätzchen

nein, ich bin nicht tot. aber fast. denn gestern abend war an-sibin angesagt. kennt ihr das gef�hl, wenn man sich denkt „ein bierchen und gut“ und wenn man das n�chste mal auf die uhr kuckt ist es halb zwei uhr nachts. und das bringt mich auf den n�chsten punkt: kater. je �lter ich werde desto �fter habe ich einen leviathan an kater. das ist eigentlich unfair, oder? in der jugend (OK, kindheit) s�uft man noch nicht, und jenseits der 25 kommt das nat�rlich sch�n heftig JEDES MAL.
jaja, die alten skandinaven hatten recht: zum leben verdammt und mit dem tode bestraft. mal schauen was ich sage wenn der kater nachläßt.

Dümmster Anzunehmender Photograph

photographie. eigentlich ein tolles thema. macht spaß, ist kreativ, hat ausdruck und kann man viele tolle sachen damit machen (nein, ich rede jetzt nicht von erpressung). und wenn man ein bisschen zeit und aufwand rein investiert hat man ein gutes feedback. schön, soweit. aber, da ich mich momentan im rahmen der textwerkstatt (wir sollen eine reportage schreiben) damit beschäftige, mich über die trends zu informieren, desto lächerlicher erscheinen gewisse technische bereiche dieser kunstform. zum beispiel hier, eine unverlinkte (ich weiß schon warum) frage aus einem forum:

Dümmster Anzunehmender User: wieso sind die bilder immer so schmal?
moderator: wie? schmal? (erklärt bildformat / pixelauflösung und wie man das herausfindet)
Dümmster Anzunehmender User: naja, 1600 mal 1200
moderator: passt doch!
Dümmster Anzunehmender User: aber auf meiner aps sind die immer viel breiter, wenn ich auf panorama gehe!
sowas eben. oder die my von olympus. eine kamera, deren einzige existenzberechtigung ist, das sie stylisch auskuckt. und die in 8 unterschiedlichen farben daher kommt. aua!

photoshop

so, und jetzt muß ich mal laut meckern: amateure und lesefaule am pc.

nun gut, es ist mir klar, das, wenn man etwas lernt, man auch versucht, nützliches zu lernen und nicht sinnloses. aber müsst ihr alle photoshop verwenden, wenn ihr nicht mal den unterschied zwischen pixel und einem gänseblümchen kennt? na gut, ms paint ist nutzlos – aber gleich ins andere extrem fallen? wer kein dreirad fahren kann muß gleich eine formel1 – rennwagen versuchen?

seht euch mal die sache aus der anderen perspektive an: die leute, die ihr befragt, haben lange tage und wochen damit verbracht, bücher und workshops durchgearbeitet, tagelang den richtigen button gesucht und nebenbei zweitausend mal google, die adobe-hilfe und ein eigens erstandenes referenzbuch befragt. und das nannte sich dann lernen. und jetzt kommt die frage, die mir (und sicher auch so manchem anderen) das blut aus der nase schiessen lässt:

„kannst du mir das mal zeigen? sei so gut und verpacke die 1000 stunden aufwand, die du dir gemacht hast in 15 spannende, nicht zu komplexe minuten, die meine bescheidenen kenntnisse nicht überfordern und nach denen ich dann in der profiliga spielen kann. und wenn du gerade dabei bist, kannst du mir nur die sachen erklären, die meiner meinung nach wichtig sind, da ich wirklich nicht hören will, was denn nun ein pixel, ein farbraum oder sogar ein shortcut ist?“

stellt euch dieses gefühl vor – und die magenkrämpfe die man bekommt, wenn man sie hört. und vor der nächsten frage, die ihr an jemanden stellt „der so was kann“ – wollt ihr nicht vielleicht mal selber gucken, was ihr rausfinden könnt? bevor ihr fragt?

hilfe, wenn ihr nichts findet gibt jeder gerne – aber wenn ihr nicht sucht, dann wird das sehr frustrierend. und deswegen schon im voraus für eure vorherigen bemühungen: danke!