Monthly Archives: November 2006

Wort (2)

Schon wieder ein neues Lieblingswort:

Universaldilletant

ferdi

Frohen Ersten Advent, übrigens.

Schlecht, schlecht, schlecht – No. #535

Heute war ein schlechter Tag. Ehrlich.

Schlecht war heute, das ich zum einen wieder mal die Uni verpasst habe (ernsthaft! war nicht geplant, und ich hatte so monströse Kopfschmerzen, das ich mir beim einkaufen überlegt hatte, einfach den Kopf in die Fischtheke zu stecken und auf diese Weise den Kontakt zur Natur wieder herzustellen) und das ich anscheinend drei nachrichten im StudiVZ habe, diese aber nicht aufrufen kann, weil da mal wieder nix funktioniert.
OK, das Einkaufen war cool – eine große Tour bei Metro, mit viel Käse und Knabberkram, und nur unbedeutenden Mengen an Wein und anderen Sachen. Aber die Kopfschmerzen sind wenigstens gerade nicht schlimm genug, um nicht die „Blue“ von Joni Mitchell mal wieder im warmen licht der neu erworbenen Kalorien zu genießen.
Die Kalorien muss ich jetzt aber wirklich schnell vertilgen, da mir meine Lieblings-Dresdnerin eine Original Dresdner Weihnachts-stollen geschickt hat ( passend in Bunter Verpackung, und ein Räuchermännchen dazu) das ich den Genuss dieses Kulturguts nicht durch anderes verringern will. Und ich muss mich heute ja auch noch Solidarisch mit der Natur erklären, da diese Heute wieder auf dem Balkon war, und ein Zweites Nuss-Vorrätchen angelegt hat.

Aber heute werde ich noch die Sachen fürs Semester-Projekt „Neue Kriege“ machen – ganz bestimmt!!
Aber vielleicht erstmal ein oder zwei Bilder der Geschätzten Kommilitonin bearbeiten?

Mein Leben ist grausam.
2006_11_03_paula_neu_091

Wort

Neues Lieblingswort:

„Bildungsresistent“

k0186

„9 Crimes“ live on David Letterman

Auch von der Neuen Damien Rice – CD: 9 Crimes.
Gänsehaut.
Genial.

Seine Website

Der Gute Mensch von Nairobi

Textwerkstatt, eine Vorlesungseinheit Zeit für einen Kommentar.
Go gebündeltet Scheiße:
———————

Bono macht T-Shirts, die pestizidfrei hergestellt werden. Er handelt durchaus
ökologisch bewusst, auch wenn er selbst mehr fliegt als die gesamte Bevölkerung in Nord Kenia.
Doch es geht nicht darum, tatsächlich etwas zu tun, um das Menschengeschlecht vor der Ausrottung zu bewahren, sondern darum einen Mehrwert anzuhäufen. Der hemmungslose Kapitalismus lässt das Fähnchen der ökologischen Moral im Wind flattern.

Denn fühlt sich nicht jeder Mensch besser, wenn er gutes tut? Und sei es auch nur beim Bauern um die Ecke zu kaufen. Welche Ecke das ist: in Berlin, in Chicago, in Paris und Mexiko City, darüber denken wir nicht nach. Der Großteil der Menschen lebt ja nicht auf dem Land, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen und sich neben dem Aldi-Süd-Markt eine Wiese mit glücklichen Kühen in eine malerische Landschaft schlängelt.

Es ist ja nicht so, als würden wir alle Biogemüse eklig finden, Vollmilchkälber als verwerflich erachten und Fair Trade-Produkte aus nationalistischen Gründen ablehnen. Wir haben nichts dagegen aber wir können es uns nicht leisten. Solange Merkel und Kohorten die Lobbystarken Industrien dabei unterstützen, die Arm/Reich-Schere weiter auf zu ziehen,
wird der Großteil der Bevölkerung mit einem „Schön-wär’s“- Grinsen am Wochenmarkt vorbei zu Aldi gehen.

Die, die es sich leisten könnten, wollen es sich nicht leisten. Der halbwegs mündige Bürger wird spätestens beim Anblick der Glas-Container an jeder Ecke eine starken Widerwillen gegen staatlich geförderte und moralisch subventionierte Projekte entwickeln. Ganz zu schweigen von der nicht vorhandenen Transparenz in der Herstellung von Bio-Gütern. Denn ob Baumwolle Bio ist oder nicht, entscheidet der Hersteller. Denn was ein Pestizid ist und welches keines ist, entscheidet eben nicht Bono, sondern die Agrarlobby der Herstellerländer. Und die beiden größten Hersteller von Baumwolle – USA und China – sind ja nicht gerade die Vorreiter des Klimaschutzes.

Aber was will man erwarten in einem Land, in dem bei einer Vogelgrippe Autos desinfiziert werden? Wir machen trotzdem mit, schließlich sagt es immerhin Bono, und der muss es ja wissen
– als leidenschaftlicher Lederjackenträger, der so freundlich lächelt.

Bafög

Ein Student telegrafiert nach Hause: „Wo bleibt das Geld?“
Antwort vom Vater: „Hier…“

Bafög ist mal wieder knapp diesen Monat…aber dafür ist der Wein da, und dann lernt man wesentlich besser.