Monthly Archives: November 2007

Schreiben und Prostitution

Heute sollte ich einen Kalender beschreiben – Ars Vivendi, Titel „Schreiben“. 12 Bilder, die meisten OK, rund um das Thema „Schreiben“. Und ich hatte so einen schönen Teaser:

Der französische Dichter Moliere hat gesagt „Beim Schreiben ist es wie bei der Prostitution. Zuerst macht man es aus Liebe, dann für ein paar Freunde und schließlich für Geld“. Bevor es soweit ist, sind hier noch 12 Bilder von bekannten Fotografen zum Thema versammelt. Schreiben. Ars vivendi, 46 x 47 cm, 27,– Euro

Ist aber nicht durchgegangen. Die nächste Möglichkeit war:

Von der Geburtsurkunde bis zur Grabinschrift – die Schrift begleitet uns das ganze Leben. Ars Vivendiu hat einen Kalender dazu herausgebracht, ….

… ging auch nicht durch. *Schnief* Ich versteh Karl Kraus immer besser.

      20 Photographs Taken at the Exact Right Angle : Manche Bilder sind Glück, manche vielleicht auch geplant. Doch eins ist sicher: Wenn Winkel und Zeitpunkt passen, kann sonst nicht mehr viel schiefgehen. Hier ein paar Beispiele.
      Iceland best place to live : Tja, und Ina wollte da ja hin. Scheint empfehlenswert zu sein, da ich mich gerade mit einem Kollegen unterhalten habe, der meinte, das Dubai eine einzige Riesen-baustelle ist.

Bild und Link



    Scarlatti : Der Bloggende Prof, jetzt mit fertigem Design. Imer lesenswert, unter anderem Wegen den Titel: „Cryinig in restaurants XIII“. Wenn ich jemals bei ner richtigen Zeitung bin, bringe ich das irgendwo als Überschrift auf die Titelseite.

Magnus-Watschen

Dummheit ist auch nicht mal mehr was sie war, aber der Schwanzgrößenvergleich bleibt bis ins hohe Alter!
Schön demonstriert das gerade Hans Magnus Enzensberger, Ex-Allgäuer und moralisches Gewissen der Nation. Das muss er tun, da Günnie Grass ja nun gezeigt hat, das er sich mit der Pfeife mühsam den Hitlergruß zum Zeigefinger des sozialen Gewissens umgeschult hat. Und jeder, der ihm seine Unschuld nicht glaubt, wird verklagt.

Zurück zu Hansi.
Der Sagt doch, das Intelligenztest dumm seien, das es 109.000.000 Tests im Internet gibt. OK, wie das mit Begriffsnennung und tatsächlichem Treffer funktioniert, muss er ja nicht verstehen. Er ist ja schon intelligent. Behauptet er, und wenn er sagt, das er in Google „Intelligenztest“ eingegeben hat, und das die Zahl dann die Summe der Test ist…. Naja, ist halt schon älter, und wie gesagt: Er muss es nicht verstehen.

Was ich aber im Gegenzug nicht verstehe, ist sein intellektuelle Hose-runter-lassen. Dieses akademische Backen-Spreizen. Weil Hansi, sind wir mal ehrlich: Du würdest dich nicht so über diese Intelligenztests aufregen, wenn du sie mit akzeptablem Ergebnis abgeschlossen hättest.

Notwendigkeiten.

Auch wenn’s notwendig ist: Archive brennen ist fad. Dazu sitzt man auf dem Unglücksplatz. Und draußen ist Sonne. Und müde bin ich auch. Und der neueste Film aus dem Amazon-Verleih ist auch heute gekommen.
Hmpf.

Filme, Flüche und nochmal Filme

Endlich habe ich „The Waitress“ gesehen. Mit meiner persönlichen Favoritin Keri Russel (vgl. Hier) gesehen, und selten hat ein Film a)soviel Lust auf Kuchen gemascht und B) ein offensichtliches Ende so charmant in sich zusammenfallen lassen. Die Story ist (ohne was zu verraten) eigentlich recht einfach. Eine Kellnerin (engl: Waitress) in einem Provinzkaff am A.. der Welt ist unglücklichst verheiratet, ihr Mann schwängert sie, obwohl sie keine Mutter sein will und eigentlich nur davon träumt, wegzulaufen. Dann kommt der Frauenarzt, und die Affäre nimmt ihren Lauf. Herrlich unaufdringlich gespielt, Charakterze4ichung nur soviel wie nötig ist und nicht soviel, das monströse Psychostudien draus werden und schnippische Dialoge, die nie offensichtliche Comedy sind. Wegen dem Akzent (das kann kein Rechteverwertungsgesellschaft passend übersetzen) unbedingt im Original anschauen. Nicht unbedingt Diabetikergeeignet, es geht oft um Kuchen.

Nebenbei habe ich heute gelernt, das ich vietnamesisch kann. Beim Take-away Asiaten des Vertrauens gewesen (OK, der Asiate des kürzesten Wegs), und wie der Mensch hinter der Theke meine Beutel herüberreichen will, sieht er, das die „Telefonbestellungsspeisekarte“ nicht enthalten ist. Er bedeutet mir zu warten, und humpelt murmelnd Richtung Hinterausgang. Das murmeln habe ich wegen des Blicks gut verstanden: „Wann lernt dieser nichtsnutzige Sohn endlich, diese Zettel aufzufüllen?“. Er kommt zurück, mit einem Stapel von den Dingern in der Hand und hält mir eins hin. Ich begreife daraufhin, was er wollte und ziehe freundlich lächelnd eines aus meiner Jackentasche, das ich während dem Warten dorthin geschoben habe. Auf mein Freundliches „Nee, danke, ich hab schon eins“ Hat er mit „Arschloch!“ geantwortet – ich bin mir ganz sicher, auch wenn es vietnamesisch war.

Und das es in den letzen Tagen ruhig war, das dürfte (hoffentlich) manchen aufgefallen sein. Ich erhole mich immer noch von einem Konzert am Samstag – Black Brothers and the Bad Bones, im Kaisersaal in Willich. Wer jetzt nicht weiß, wo Willich ist: Denkt euch nix dabei, das ist der Arsch der Welt. Das Konzert selbst war phänomenal gut – ich wage zu Bezweifeln, das sich die echten Blues Brothers so gut angehört haben. Traumband, netter Saal, lustiges Publikum. Es gibt auch ein Video, aber das muss ich erst noch schneiden, und da bin ich momentan zu faul….

Da schaugst her!

So, und nach langem hängen und würgen sind endlich die Bilder fertig. Wird ne Weile brauchen, bis es solche Bilder wieder gibt – erstmal keine Lust mehr auf Portraits. Dafür werde ich mich richtig in die Architekturfotografie stürzen, und kucken, was ich da auf die Reihe bekomme.

Aber hier erstmal eine Kommilitonin: (wer im Feedreader liest: Ausnahmsweise bitte auf die Seite gehen:)


Created with Admarket’s flickrSLiDR.

und noch eine Kommilitonin: (wer im Feedreader liest: Ausnahmsweise bitte auf die Seite gehen:)


Created with Admarket’s flickrSLiDR.

Wer will, kann was dazu sagen.
Mir fällt auf, das ich schon fast genügend habe, um eine OJ-Kalender zu machen. Wenn ich zwölf beisammen habe (Auswahl gibt’s ja noch) – dann gibt’s nen OJ-Kalender. Und dann schauen wir mal, ob wir nicht noch ein paar Studenten (nicht -Innen) und Professoren (nicht -Innen) dazubekommen 🙂

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