Monthly Archives: Mai 2009

Neue Musik von oben oder unten

Musikalisch war das letzte halbe Jahr ziehmlicher Stillstand – nur 4 CDs sind in diesem Jahr ins Regal gewandert.

  • Lisa Hannigan – Sea Sew
  • Keith Jarrett – Solo Concerts
  • Van Morrison – Astral Weeks
  • Erik Mongrain – Fates

Das ist ein bisserl mager, nicht wahr? Okay, die Tragödie der Musikluschen (R’n’B), Mickey-Maus-Fans (Elektronischer Pop / Emo / Pseudopunk und melodiebefreites Aggressionsgebrüll) und Waschmaschinen-Fetischisten (Elektro mit Sondernamen) mal dahingestellt, isses dann aber doch immer schön, wenn sich etwas findet, das keiene akuten Hörsturz verursacht – das muss garnicht mal so neu sein.

Colin Hay.

Ach ja, und das war noch groß.

Krankes Hirn, staubige Linse

Seltene Introspektive im Chat:

Ich schreib seit vier wochen über Fotografie und komme nicht zum Fotografieren. Der Auslöserfinger juckt babarisch, aber das ist ein unmenschlicher einmonatiger creativus interruptus!

Deine Stimme für freie Medien: Der Countdown läuft!

Ich hau das mal einfach so hier rein, und hoffe, das alle mit unterschriebn. Weird zwar nix bruingen, weil gegen das Goldkind und die forcierte Inkompetenz der Populisten im Wahljahr kommt eh nix an. Aber trotzdem.

Liebe Leute,

auf Initiative unserer Familienministerin Ursula von der Leyen hat das Bundeskabinett am 22. April ein Gesetz beschlossen, das für unsere Medienfreiheit eine massive Gefährdung darstellt. Wir haben noch zwei Tage Zeit, hierzu unser Votum einzulegen. Auch Dich möchte ich dazu ermutigen!

Das Gesetz sieht vor, Internetseiten mit kinderpornografischem Inhalt zu sperren. Klingt erstmal gut, nicht wahr? Ist es aber nicht. Denn für die Bekämpfung von Kinderpornografie eignet sich dieses Gesetz ebenso gut wie ein Pflaster gegen innere Verletzungen. Stattdessen gefährdet es unsere Grundrechte und übertritt eine Schwelle, die auch Dich in Schwierigkeiten bringen kann.

Seit Anfang Mai gibt es im Internet eine Petition, die das Gesetz erneut in Verhandlung bringen will. Bereits vier Tage nach Veröffentlichung waren über 70.000 Unterschriften zusammengekommen. Das war schon ein großer Erfolg! Nun wird es am Mittwoch, den 27. Mai, im Bundestag eine öffentliche Anhörung zu diesem Sachverhalt geben.

Bis dahin gilt es, in das klare “Nein!” zu einer Internet-Zensur zu bekräftigen. Jede Stimme der Petition ist ein klares Statement für Medienfreiheit und für wirksame Maßnahmen gegen Kinderpornografie!

Das Ziel: 100.000 Mitzeichner bis Mittwoch, den 27. Mai

Die Petition kannst Du hier mitzeichnen:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3Bsa=details%3Bpetition=3860


Die Argumente

Falls Du sekptisch bist, was an einem Gesetz zur Sperrung von Kinderporno-Seiten im Netz denn schlecht sein kann, lass Dir die folgenden sechs Gründe in Ruhe auf der Zunge zergehen:

1. Trotz Gesetz bleiben kinderpornografische Inhalte im Netz frei zugänglich
Das Gesetz von Frau von der Leyen sieht vor, kinderpornografische Seiten durch eine DNS-Sperre mit einem Stopschild zu versehen, sodass der Inhalt auf gewöhnlichem Wege nicht mehr aufrufbar ist. Doch mit einem einfachen Trick, den auch Du anwenden könntest, lässt sich diese Sperre umgehen. Denn die Seiten werden nicht etwa aus dem Netz gelöscht. Sie bleiben auf dem Server liegen und sind auch ohne technischen Sachverstand weiterhin einsehbar. Zahlreiche IT-Fachleute warnen seit Wochen vor der Unzweckmäßigkeit dieser Vorgehensweise und weisen darauf hin, dass hier ohne fachkundige Beratung agiert wurde.

Video-Interview: Prof. Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender Verband der deutschen Internetwirtschaft, erklärt die Sinnlosigkeit von DNS-Sperren:
http://www.youtube.com/watch?v=QswY8WHJlYk

Video-Anleitung: DNS-Sperre umgehen in 27 Sekunden
http://www.youtube.com/watch?v=1NNG5I6DBm0

2. Das Gesetz ermöglicht Zensur ohne demokratische Kontrolle
Die Listen der gesperrten Seiten bleiben geheim und werden vom BKA verwaltet. Kein Gericht überprüft, welche Inhalte zensiert wurden und ob die Sperrung rechtmäßig war. Das BKA ist Ermittler, Ankläger und Richter in einer Person – ohne irgendeine Kontrollinstanz. Dies widerspricht rigoros dem Prinzip der Gewaltenteilung, das unsere Gesellschaft vor Amts- und Gesetzesmissbrauch schützen soll.

3. Das Gesetz verstößt gegen das Grundgesetz
Die Sperrung von Internetseiten widerspricht dem Artikel 5 unseres Grundgesetzes, der uns freie Medien und einen freien Zugang zu Informationen zusichert. Hier eine einzige Ausnahme zuzulassen, bricht einen schützenden Damm, der eine wahre Flutwelle in Bewegung setzen kann. Lobbyisten stehen jetzt schon in den Startlöchern, um die Sperrtechnik auch im Sinne ihrer Interessen einfordern. Wird das Sperrgesetz zur gängigen Praxis, werden wir das Stoppschild wahrscheinlich bald auch vor anderen Internetseiten finden. China lässt grüßen!

4. Die Täter werden nicht verfolgt
Das Gesetz sieht nicht vor, die Anbieter kinderpornografischer Websites strafrechtlich zu verfolgen. Deshalb wird mit diesem Gesetz weder einem einzigen Kind geholfen, noch wird irgendeinem Täter dadurch das Handwerk gelegt. Selbst Betroffene von sexuellem Missbrauch positionieren sich deshalb klar gegen das Gesetz zur Sperrung von Internetseiten.

MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren:
http://mogis.wordpress.com/

5. Die eigentlichen Wespennester bleiben unberührt
Experten weisen darauf hin, dass Kinderpornografie kaum über das „normale“ Internet verbreitet wird. Vielmehr geschieht die Verbreitung durch Tausch-Netzwerke oder durch Mobiltelefone. Beide „Hauptvertriebswege“ werden durch das Gesetz unserer Familienministerin nicht berührt. Überdies haben sich sämtliche deutsche Internetprovider bei der Bekämpfung von Kinderpornografie bislang kooperativ gezeigt, indem sie bei Bekanntwerden die entsprechenden Inhalte (nachhaltig!) von ihren Servern gelöscht haben. Und das ganz ohne Zensur-Gesetz!

6. Das Gesetz kriminalisiert uns alle
Sobald eine Internetseite gesperrt ist, wird sie anschließend überwacht. Das heißt, jeder, der nun versucht, diese Seite aufzurufen, wird erfasst. Kann er dann nicht nachweisen, dass er ungewollt auf diese Seite gestoßen ist, hat er sich qua Gesetz strafbar gemacht. U.u. ist man als Internetnutzer auch ein halbes Jahr nach dem eigentlichen Website-Besuch noch in der Beweispflicht. Denn seit wir mit der Vorratsdatenspeicherung leben müssen, werden all unsere Internet-Aktivitäten und Telefongespräche ein halbes Jahr lang gespeichert.

Dies könnte für Dich Folgendes bedeuten: Du surfst durchs Netz und findest einen Link, der heißt z.B. Tolle Angebote: Sonne, Sand und Meer zum Schnäppchenpreis. Weil Du gerade einen Urlaub buchen willst, freust Du Dich und klickst darauf. Doch die Verknüpfung, die sich hinter dem Text verbirgt, führt dich auf eine Stoppschild-Seite. Voilà, nun bist du erfasst! Sechs Monate später meldet sich die Staatsanwaltschaft bei Dir und sagt: „Sie waren auf der Website XY. Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?“ Sehr wahrscheinlich wirst Du Dich nicht einmal mehr daran erinnern können. Von einem Beweis Deiner Unschuld ganz zu schweigen. Oder weißt Du heute noch, welche Websites Du am 25. November 2008 besucht hast? Wenn Du jetzt denkst, “Ich hab aber noch nie auf einen faulen Link geklickt”, dann kann ich Dich beunruhigen: Das Internet kann sich schneller verändern als wir Luft holen können. Kleines Experiment gefällig? http://mogis.wordpress.com/2009/05/03/ein-kleines-experiment


Wenn Dir all das nicht gefällt, dann nutz‘ Dein Recht auf Mitbestimmung
und zeichne jetzt die Petition gegen das Gesetz zur Internetsperre:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition%3Bsa=details%3Bpetition=3860

Leite den Aufruf gern an Deine Freunde und Kollegen weiter. Du weißt ja:

Freie Menschen brauchen freie Medien!
100.000 Zeichner bis Mittwoch.
Der Countdown läuft…

Danke für’s Mitdenken und viele Grüße,

Christina

Kino und Klo

Ich war ja in letzter Zeit verdammt selten im Kino – zwischen Terminator 4 „Der Aufstand der Küchenvielzweckgeräte“ und Transformers 2 „Genau, sext meine Kindheitserinnerungen an“ und den ganzen romantischen Kommödchen „He’s just not that into you – who cares!“ und dem Pseudo-Intellektüllen „Benjamins Buttomed up Facelift?“ war halt echt wenig Grund, sich die große Leinwand anzutun, was sich jetzt gott sei dank hoffentlich wieder ändert, weil zwei Filme ins Haus stehen, die eventuell sogar gut sind: das ist zum einen der neue Guy Ritchie mit Robert Downey Jr (obwohl ich mir mittlerweile ein bisserl blöd vorkomme, bei einem über Vierzigjährigen noch „Jr“ an den Namen anzuhängen) der wenigstens ein bisserl Chaos verspricht, und der zweiter heißt „The Hangover“, und scheint eine Komödie zu sein, was ich allerdings nur aus dem Trailer schließen kann (Hangovers aren’t that nice, seriously), der mit einem Phil Collins singenden Mike Tyson (Ja, DER Mike Tyson) schon mal … naja.

Und kann es sein, das der gesamte bisherige Beitrag eigentlich aus nur einem Satz besteht? Auhaueraua.

Aber was das ganze mit dem in der Überschrift angekündigtne Klo zu tun hat? GAAAAARNIX, ausser dass die meisten Filme durch einen nur aus Klospülungsrauschen bestehenden Soundtrack und eine Tonspur aus Toilettenhausgeräuschen vermutlich gewinnen würden.

Zitatumfrage!

Es hat sich ja so eingebürgert, das eine Diplomarbeit mit einem Zitat eingeleitet wird. Nun hab ich ir ein paar rausgesucht, lkann mcih aber nciht entscheiden, welches. Deswegen die Frage an die Leser: Welches gefällt euch am besten?

  1. Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen. Lewis W. Hine, 1874 – 1940
  2. Es gibt nur eine Regel in der Fotografie : Entwickle niemals einen Film in Hünchensuppe.  Freeman Patterson
  3. Kunst kommt bekanntlich von können, nicht von wollen.  Waltraud Puzicha
  4. Zum Fotografieren braucht man Zeit. Wer keine Zeit hat, kann ja knipsen. Autor unbekannt
  5. Der Amateur sorgt sich um die richtige Ausrüstung, der Profi sorgt sich ums Geld und der Meister sorgt sich ums Licht. Georg IR B.
  6. Die Fotografie ist ein Handwerk. Viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker, die ihre Arbeit gut machen müssen. Henri Cartier-Bresson
  7. Die Tatsache, daß Menschen mit zwei Augen, aber nur einem Mund geboren werden,  läßt darauf schließen, dass sie zweimal soviel sehen als reden sollten. Marie Marquise de Svign
  8. Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten, etwas gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat. Emile Zola, 1840 – 1902
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{democracy:4}

(Falls Ihr die Umfrage im Feedreader nicht seht: Bitte auf die Seite gehen zum Abstimmen.)

Update: Wenn die Mandeln schwimmen…

Eins meiner Hobbbies ist es, Synonyme für die umgekehrte Ausscheidung von Nahrungsmitteln zu sammeln. Hier der aktuelle Stand:

  • Jörg am großen, weißen Telefon anrufen
  • Den Gott „Hwwwwullchhwwllllhh“ anbeten.
  • Der letzen Mahlzeit die Gegend zeigen (Gunkl)
  • Rauf-Essen (Gunkl)
  • Sachen lachen. (Danke Gosch)
  • den Porzelllanbus fahren
  • Kekse werfen
  • das „VB“ – schild kontrollieren
  • In Technicolor gähnen
  • sich das Abendessen nochmal durch den Kopf gehen lassen
  • reihern ( von K.)
  • Bröckchen husten
  • Sich um die „Best of Flippers“ kümmern
  • Einen BigMac abseilen
  • Rückwärts babbeln (Danke Outsiders)
  • Und wer danach aufsteht und sagt: „Hm, schmeckt auch beim Zweiten Mal noch gut“ ist offiziell die härteste Person aller Zeiten.
    Kennt ihr noch welche?

    In die Kommentare damit!

    Kommt schon Leute, da bekommen wir noch welche zusammen!